E-Mail-Broadcast-Dienste im Vergleich (2026)
Ein Broadcast ist eine Nachricht, die Sie einmal an eine ganze Liste oder ein Segment senden. Welcher Dienst dafür taugt, hängt davon ab, was Sie versenden: einen redaktionellen Newsletter, eine Kampagne mit Vorlagen und Automatisierung oder Systemvolumen über eine API. Dieser Vergleich liest die Preisseiten der Anbieter und ordnet fünfzehn Dienste diesen drei Aufgaben zu. Alle Preise in US-Dollar, Stand 7. Oktober 2026.
Unsere Empfehlung je Aufgabe
- Newsletter für den Einstieg: Kit. Der Gratistarif reicht bis 10.000 Abonnenten und enthält unbegrenzte Broadcasts, Formulare und Landingpages; Sequenzen kommen erst mit dem Creator-Tarif ab 33 $ im Monat.
- Newsletter mit Wachstumsziel: beehiiv. Empfehlungsprogramm und Monetarisierung sind Teil des Produkts; Lite kostet ab 49 $ im Monat, die Gratisstufe reicht bis 2.500 Abonnenten.
- Bezahlte Abos ohne Fixkosten: Substack. Es gibt keine Monatsgebühr, Substack behält 10 % der Abo-Einnahmen plus Kartengebühren.
- Kampagnen mit kleinem Budget: MailerLite. Automatisierung, Landingpages und Editor zu den niedrigsten Listenpreisen dieser Gruppe; bei 10.000 Abonnenten 89 $ im Monat (Comfort).
- Mehrere Kanäle in einem Konto: Brevo. E-Mail, SMS und WhatsApp, Gratistarif mit 300 E-Mails pro Tag, Starter ab 9 $.
- Große Mengen, eigenes System: Amazon SES, wenn Sie bauen können (0,16 $ pro 1.000 E-Mails), sonst SendGrid mit fertiger Kampagnenoberfläche.
Schneller Vergleich
| Dienst | Geeignet für | Einstiegspreis | Gratisangebot | Automatisierung |
|---|---|---|---|---|
| Kit | Kreative mit eigener Zielgruppe | 33 $/Monat (Creator, 1.000 Abonnenten, jährliche Abrechnung) | Bis 10.000 Abonnenten | Sequenzen ab Creator |
| beehiiv | Newsletter-Wachstum | 49 $/Monat (Lite) | Bis 2.500 Abonnenten | Mittel |
| Buttondown | Schlichte Newsletter | Gratis für die ersten 100 Abonnenten; Add-ons ab 9 $/Monat | 100 Abonnenten | Gering |
| Substack | Bezahlte Newsletter | 10 % der bezahlten Einnahmen plus Kartengebühren | Kostenlos veröffentlichen | Gering |
| Ghost | Website plus Newsletter | 15 $/Monat (Starter, 1.000 Mitglieder, jährliche Abrechnung) | Nur Eigenhosting | Gering |
| MailerLite | Kampagnen mit kleinem Budget | 12 $/Monat (Comfort, 500 Abonnenten) | 250 Abonnenten, 2.500 E-Mails/Monat | Mittel |
| Mailchimp | Bekannte Allround-Plattform | 13 $/Monat (Essentials, 500 Kontakte) | 250 Kontakte, 500 Sends/Monat | Umfangreich |
| Brevo | E-Mail, SMS und Chat zusammen | 9 $/Monat (Starter, ab 5.000 E-Mails) | 300 E-Mails/Tag | Umfangreich |
| Constant Contact | Kleine Unternehmen | 12 $/Monat (Lite, je nach Kontaktzahl) | Nur Testphase | Mittel |
| Campaign Monitor | Gestaltung und Markenauftritt | 13 $/Monat (Lite, 500 Kontakte) | Nur Testphase (30 Tage) | Mittel |
| Moosend | Onlineshops mit knappem Budget | 7 $/Monat (Pro, 500 Kontakte, jährliche Abrechnung) | Nur Testphase (30 Tage) | Umfangreich |
| Benchmark | Teams mit einfachen Anforderungen | 19 $/Monat (Pro, ab 1.000 Kontakten) | 500 Kontakte, 2.500 E-Mails/Monat | Mittel |
| Amazon SES | Reiner Versand, niedrigste Kosten | 0,16 $ pro 1.000 E-Mails (Essentials) | 6 Monate Gratisplan, bis 200 $ Guthaben (Neukunden) | Keine |
| Mailgun | Entwicklerteams mit Kontrollbedarf | 15 $/Monat (Basic, 10.000 E-Mails) | 100 E-Mails/Tag | Gering |
| SendGrid | Hohes Versandvolumen | 19,95 $/Monat (Email API Essentials) | Marketing Campaigns: 2.000 Kontakte, 6.000 E-Mails/Monat | Mittel |
Was 10.000 Abonnenten kosten
Einstiegspreise sagen wenig, weil fast alle Anbieter nach Listengröße staffeln. Die folgende Tabelle liest dieselbe Listengröße bei vier Diensten ab, jeweils auf der Preisseite des Anbieters. Achten Sie auf die Abrechnungsart: Die Zahlen sind nicht alle monatlich gekündigt gerechnet.
| Dienst und Tarif | Preis bei 10.000 Abonnenten | Hinweis |
|---|---|---|
| Kit, Creator | 116 $/Monat | Monatssatz bei jährlicher Abrechnung. Der Gratistarif deckt diese Listengröße ohne Sequenzen ab. |
| MailerLite, Comfort | 89 $/Monat | Monatlich gekündigt gerechnet; Power kostet an dieser Stelle 129 $. |
| beehiiv, Lite | 139 $/Monat bei monatlicher, 119 $/Monat bei jährlicher Abrechnung | Pro liegt bei 239 $ beziehungsweise 199 $. |
| Mailchimp, Standard | 135 $/Monat (Band 5.001 bis 10.000 Kontakte) | Mailchimp zählt Kontakte, nicht Abonnenten; das Band 10.001 bis 15.000 beginnt bei 230 $. |
Wer nur Broadcasts ohne Automatisierung braucht, spart bei Kit am meisten, weil dort bis 10.000 Abonnenten gar nichts anfällt. Kommen Sequenzen dazu, liegt der Abstand zu MailerLite bei 27 $ im Monat (116 $ gegenüber 89 $), mit dem Unterschied, dass Kits Preis die jährliche Zahlung voraussetzt. Quellen: Kit, MailerLite, beehiiv, Mailchimp.
Die Dienste im Einzelnen
Die Reihenfolge folgt der Aufgabe: zuerst Newsletter-Plattformen, dann Kampagnenwerkzeuge, zuletzt reine Versandinfrastruktur. Die Nummern sind eine Position in dieser Liste, keine Rangfolge der Qualität.
Kit richtet sich an Menschen, die mit einer eigenen Zielgruppe Geld verdienen: Autoren, Podcaster, Kursverkäufer. Auf der Preisseite von Kit ist der Gratistarif bis 10.000 Abonnenten ausgewiesen, mit unbegrenzten Landingpages, Formularen und E-Mail-Broadcasts sowie Tags und Segmentierung. Auch digitale Produkte und Abos lassen sich im Gratistarif verkaufen.
Die Grenze liegt bei der Automatisierung: Visuelle Automatisierungen und Sequenzen gehören erst zum Creator-Tarif. Der kostet 33 $ im Monat bei 1.000 Abonnenten (390 $ bei jährlicher Zahlung), 116 $ bei 10.000 und 166 $ bei 25.000. Pro beginnt bei 66 $ und bringt unbegrenzte Nutzer und ein Empfehlungssystem mit. Paid-Tarife lassen sich 14 Tage ohne Kreditkarte testen, Migrationen sind laut Anbieter kostenlos.
Wo Kit an Grenzen stößt: Die Oberfläche ist auf Creator-Geschäfte zugeschnitten, nicht auf Shops mit Produktkatalog. Die Preise steigen mit jedem Listenband spürbar.
Unsere Empfehlung: die erste Wahl für alle, die einen Newsletter mit überschaubarem Aufwand starten und Sequenzen erst später brauchen.
beehiiv bündelt Empfehlungsprogramm, Netzwerk-Empfehlungen, Monetarisierung und Auswertungen in einem Produkt. Wer Wachstum nicht mit Zusatzdiensten zusammenstecken möchte, findet hier das geschlossenste Angebot dieser Liste.
Die Preisseite von beehiiv kennt einen Gratistarif bis 2.500 Abonnenten und zwei bezahlte Pläne: Lite ab 49 $ im Monat (bis 100.000 Abonnenten, mit bezahlten Abos und Automatisierungen) und Pro ab 95 $ im Monat (bis 250.000 Abonnenten, mit erweiterten Auswertungen). Beide Preise gelten bei jährlicher Abrechnung. Bei 5.000 Abonnenten zeigt der Regler 109 $ (Lite, monatlich), bei 10.000 Abonnenten 139 $.
Wo beehiiv an Grenzen stößt: Der Dienst ist ein Newsletter-Produkt, kein allgemeines Marketingwerkzeug. Wer komplexe Verzweigungen oder Produktdaten braucht, wird bei einer Automatisierungsplattform besser bedient.
Unsere Empfehlung: für Redaktionen und Autoren, deren Ziel eine größere, werbe- oder abofinanzierte Leserschaft ist.
Buttondown ist für Menschen gedacht, die einen Newsletter in Markdown schreiben und ohne Umwege versenden wollen. Die Preisseite von Buttondown nennt die ersten 100 Abonnenten als kostenlos, inklusive Editor, eigener Absenderdomain und gehostetem Archiv. Danach richtet sich der Preis nach dem Regler für die Abonnentenzahl.
Funktionen werden als Add-ons gebucht: 9 $ im Monat für Tagging, Segmentierung, bezahlte Abos und Umfragen, 29 $ für Automatisierungen und mehrere Newsletter, 79 $ für Whitelabeling. Das macht die Rechnung transparent, verlangt aber beim Wachsen etwas Kopfrechnen.
Wo Buttondown an Grenzen stößt: Es gibt keinen Drag-and-Drop-Editor und nur wenige Vorlagen. Für gestaltete Marketing-Kampagnen ist der Dienst nicht gedacht.
Unsere Empfehlung: für Autoren und Entwickler, die ein ruhiges Werkzeug ohne Marketingballast schätzen.
Substack kostet nichts, solange Sie kostenlos veröffentlichen. Sobald Sie Abonnements verkaufen, behält die Plattform 10 % der Einnahmen zusätzlich zu den Gebühren des Zahlungsdienstleisters, wie auf der Seite Substack: Bezahlte Abos beschrieben. Das Risiko liegt damit beim Anbieter, nicht bei Ihnen.
Leser entdecken neue Newsletter über Empfehlungen innerhalb von Substack, und die App bietet einen Leseort jenseits des Postfachs. Der Editor ist auf Text ausgerichtet und schnell zu lernen.
Wo Substack an Grenzen stößt: Die 10 % wachsen mit Ihren Einnahmen. Gestaltung und Markenauftritt lassen sich nur begrenzt anpassen, und Ihr Publikum wohnt zum Teil auf der Plattform eines Dritten.
Unsere Empfehlung: sinnvoll, wenn bezahlte Abos von Anfang an das Geschäftsmodell sind und Sie keine Fixkosten tragen möchten.
Ghost verbindet eine Website mit Mitgliederverwaltung und Newsletter. Artikel erscheinen auf der Seite und im Postfach, ohne dass Sie zwei Systeme abgleichen müssen. Die Software ist quelloffen und lässt sich selbst hosten; die verwaltete Variante kostet laut Preisseite von Ghost im Starter-Tarif 15 $ im Monat für bis zu 1.000 Mitglieder (jährliche Abrechnung, ohne bezahlte Abos). Publisher kostet 29 $, Business 199 $ für bis zu 10.000 Mitglieder.
Wo Ghost an Grenzen stößt: Die E-Mail-Funktionen sind schlanker als bei spezialisierten Versanddiensten. Segmentierung läuft über Mitglieder-Labels, nicht über verzweigte Kampagnenlogik.
Unsere Empfehlung: für Publikationen, bei denen die Website der Mittelpunkt ist und der Newsletter ihr Ableger.
MailerLite deckt Editor, Landingpages und visuelle Automatisierung ab und rechnet nach aktiven Abonnenten. Der Gratistarif umfasst 250 Abonnenten und 2.500 E-Mails im Monat. In der ersten Stufe mit 500 Abonnenten kostet Comfort laut Preisseite von MailerLite 12 $ im Monat (10,80 $ bei jährlicher Abrechnung), Power 25 $ (22,50 $ jährlich) mit unbegrenzten E-Mails.
Die Staffel ist gut planbar: monatlich gekündigt kostet Comfort bei 1.000 Abonnenten 19 $, bei 5.000 Abonnenten 49 $, bei 10.000 Abonnenten 89 $ und bei 25.000 Abonnenten 179 $.
Wo MailerLite an Grenzen stößt: Für verzweigte Kundenreisen mit Produktdaten ist eine Plattform wie Customer.io besser geeignet. Einige Funktionen gehören erst zum Power-Tarif.
Unsere Empfehlung: die beste Wahl, wenn Sie Kampagnen und einfache Automatisierung brauchen und dafür möglichst wenig zahlen möchten.
Mailchimp bietet eine große Vorlagenbibliothek, viele Integrationen und Automatisierungen für gängige Anwendungsfälle. Der Gratistarif umfasst 1 Sitz, 1 Zielgruppe mit bis zu 250 Kontakten und 500 Sends im Monat (höchstens 250 pro Tag).
Abgerechnet wird nach Kontakten. Laut Preisseite von Mailchimp kostet Essentials bei 500 Kontakten 13 $ im Monat und Standard 20 $. Im Band von 2.501 bis 5.000 Kontakten verlangt Standard 100 $, im Band von 5.001 bis 10.000 Kontakten 135 $ und im Band von 10.001 bis 15.000 Kontakten 230 $. Die Essentials-Preise größerer Listen zeigt der Kontaktrechner auf der Preisseite.
Wo Mailchimp an Grenzen stößt: Der Preis wächst mit der Liste schneller als bei MailerLite, und die Oberfläche hat über die Jahre viele Funktionen angesammelt, die ein reiner Newsletter nicht braucht.
Unsere Empfehlung: sinnvoll, wenn das Team Mailchimp bereits kennt oder eine bestimmte Integration benötigt; für den Neustart mit kleinem Budget gibt es günstigere Wege.
Brevo (früher Sendinblue) kombiniert E-Mail mit SMS, WhatsApp und Live-Chat. Der Gratistarif erlaubt 300 E-Mails pro Tag. Bezahlt wird nach monatlichem Versandvolumen: Laut Preisseite von Brevo beginnt Starter bei 9 $ im Monat und Standard bei 18 $, jeweils ab 5.000 E-Mails im Monat. Starter hat kein tägliches Versandlimit, Standard bringt Automatisierung, A/B-Tests und erweiterte Berichte. Professional startet bei 499 $.
Wo Brevo an Grenzen stößt: Wer nur E-Mail versendet, zahlt für eine Oberfläche mit vielen Bereichen, die er nicht nutzt.
Unsere Empfehlung: wenn Newsletter, Bestell-SMS und Chat zusammenlaufen sollen und Sie ungern drei Anbieter verwalten.
Die Preisseite von Constant Contact listet drei Tarife, deren Preis mit der Kontaktzahl steigt: Lite ab 12 $ im Monat, Standard ab 35 $ (mit Automatisierung und A/B-Tests) und Premium ab 80 $. Bei jährlicher Vorauszahlung sinken die Preise auf 10,20 $, 29,75 $ und 68 $ im Monat. Einen dauerhaft kostenlosen Tarif gibt es nicht, nur eine Testphase.
Wo Constant Contact an Grenzen stößt: Automatisierung gibt es erst ab Standard, und im Preisvergleich liegt der Dienst nicht vorn.
Unsere Empfehlung: eine Option für kleine Teams, die eine klassische Plattform mit Vorlagen bevorzugen; bei knapper Kasse sind MailerLite und Brevo günstiger.
Campaign Monitor bietet einen Vorlagendesigner und einen visuellen Journey-Editor sowie Werkzeuge für Linkprüfung und Postfachvorschauen. Bei 500 Kontakten kosten die drei Tarife laut Preisseite von Campaign Monitor monatlich abgerechnet 13 $ (Lite), 31 $ (Essentials) und 171 $ (Premier); bei jährlicher Abrechnung sind es 11,70 $, 27,90 $ und 153,90 $. Bei 10.000 Kontakten steht Lite bei 117 $, Essentials bei 182 $ und Premier bei 300 $. Dauerhaft kostenlos ist nichts, es gibt eine 30-tägige Testphase.
Wo Campaign Monitor an Grenzen stößt: Der Preis steigt rasch, und die weitergehende Automatisierung liegt in den höheren Tarifen.
Unsere Empfehlung: für Teams, die Gestaltung höher gewichten als den Preis pro Kontakt.
Moosend bringt Produktempfehlungen, Warenkorb-Erinnerungen und Kauf-Tracking mit. Statt eines dauerhaft kostenlosen Tarifs gibt es eine 30-tägige Testphase ohne Kreditkarte. Laut Preisseite von Moosend kostet Pro bei 500 Kontakten 7 $ im Monat bei jährlicher Abrechnung und enthält unbegrenzte E-Mails. Wer mit Credits statt Kontaktabrechnung arbeitet, zahlt 350 $ für 350.000 E-Mail-Credits oder 500 $ für 500.000.
Wo Moosend an Grenzen stößt: Die Community ist kleiner, und das Angebot an Integrationen und Anleitungen ist schmaler als bei den großen Anbietern.
Unsere Empfehlung: wer Shop-Automatisierung zum niedrigen Preis sucht und mit einem weniger bekannten Namen leben kann.
Benchmark hält den Funktionsumfang bewusst schmal. Der Gratistarif erlaubt 500 Kontakte und bis zu 2.500 E-Mails im Monat. Der Pro-Tarif kostet laut Preisseite von Benchmark ab 19 $ im Monat und deckt 1.000 bis 100.000 Kontakte ab; zusätzliche Nutzer kosten 15 $ im Monat. Automatisierung gibt es in den bezahlten Tarifen.
Wo Benchmark an Grenzen stößt: Für anspruchsvolle Segmentierung und Integrationen gibt es breitere Alternativen.
Unsere Empfehlung: eine ruhige Lösung für Organisationen, die einmal im Monat einen Newsletter senden und keine Lernkurve möchten.
Amazon SES liefert E-Mails aus, mehr nicht. Im Tarif Essentials kosten 1.000 E-Mails 0,16 $. Neue AWS-Kunden erhalten laut Preisseite von Amazon SES einen Gratisplan für 6 Monate mit bis zu 200 $ Guthaben. Die Tarife Pro (0,22 $ pro 1.000 E-Mails plus 105 $ pro Konto und Region im Monat) und Enterprise (0,23 $ plus 500 $ pro Konto und Region im Monat) bringen feste Gebühren mit.
Ein Beispiel: 100.000 E-Mails im Monat kosten im Essentials-Tarif 16 $ (100 × 0,16 $). Dazu kommen Ihre Arbeit für Vorlagen, Abmeldeverwaltung, Bounce-Behandlung und die Beobachtung der Absenderreputation.
Wo SES an Grenzen stößt: Es gibt keine Marketingoberfläche und keine Automatisierung; die AWS-Konsole verlangt Einarbeitung.
Unsere Empfehlung: für Entwicklerteams mit hohem Volumen, die Kosten drücken und die Oberfläche selbst bauen.
Mailgun richtet sich an Entwickler, die zu jeder einzelnen E-Mail Protokolle, Webhooks und Zustellkennzahlen brauchen. Auf der Preisseite von Mailgun steht der Gratistarif bei 100 E-Mails pro Tag. Basic beginnt bei 15 $ im Monat mit 10.000 E-Mails, Foundation kostet 35 $ mit 50.000 E-Mails (nach einem kostenlosen ersten Monat), Scale 90 $ mit 100.000 E-Mails. Mehrmengen werden ab 1,80 $ (Basic) beziehungsweise 1,30 $ (Foundation) pro 1.000 berechnet.
Wo Mailgun an Grenzen stößt: Die Marketingfunktionen sind schmal, und das Dashboard setzt technisches Verständnis voraus.
Unsere Empfehlung: für technische Teams, die Kontrolle über Domains, Logs und Events wollen und keine fertige Kampagnenoberfläche benötigen.
SendGrid gehört zu Twilio und verbindet eine E-Mail-API mit dem Produkt „Marketing Campaigns“ für Nutzer ohne Programmierkenntnisse. Zwei Preislisten sind getrennt zu lesen. Die Email API kostet laut Preisseite von Twilio ab 19,95 $ im Monat (Essentials, Auswahl von 50.000 bis 100.000 E-Mails im Monat) und ab 89,95 $ (Pro); der Gratis-Test erlaubt 100 E-Mails pro Tag für 60 Tage. Marketing Campaigns hat einen kostenlosen Tarif mit bis zu 2.000 Kontakten und 6.000 E-Mails im Monat, danach beginnt Basic bei 15 $ im Monat.
Wo SendGrid an Grenzen stößt: Die Oberfläche ist weniger übersichtlich als bei reinen Marketingwerkzeugen, und die Automatisierung ist schmaler als bei spezialisierten Plattformen.
Unsere Empfehlung: wenn ein Team Systemmails über die API und Newsletter über eine Oberfläche bei demselben Anbieter versenden will.
So wählen Sie den passenden Dienst
Sie starten einen Newsletter
Beginnen Sie bei Kit, solange Sie Sequenzen nicht brauchen: Bis 10.000 Abonnenten fällt nichts an. Wer sofort auf Empfehlungen und Anzeigenerlöse setzt, ist bei beehiiv besser aufgehoben. Wer ausschließlich schreiben möchte, nimmt Buttondown.
Sie wollen mit Abos Geld verdienen
Substack kostet nur im Erfolgsfall (10 %), Ghost ist die Wahl, wenn Mitgliedschaft und Website zusammengehören und Sie die Plattform selbst kontrollieren möchten. Rechnen Sie ab, ab welchen Einnahmen die feste Gebühr günstiger ist als der Prozentsatz.
Sie versenden Kampagnen für ein Unternehmen
MailerLite ist für kleine Budgets die erste Wahl. Mailchimp lohnt sich, wenn Ihr Team die Oberfläche kennt oder eine Integration davon abhängt. Soll SMS oder Chat im selben Konto laufen, schauen Sie zuerst auf Brevo.
Sie versenden große Mengen aus einer Anwendung
Amazon SES ist unschlagbar günstig, setzt aber Entwicklerzeit voraus. Mailgun bietet mehr Einblick in jede Zustellung. SendGrid deckt zusätzlich die Kampagnenoberfläche ab.
Sie wechseln den Anbieter
Exportieren Sie Kontakte samt Status (abgemeldet, zurückgewiesen) und richten Sie SPF, DKIM und DMARC für die Absenderdomain beim neuen Dienst ein, bevor Sie den ersten Versand planen. Senden Sie die ersten Kampagnen an die aktivsten Kontakte und erweitern Sie die Liste schrittweise. Kit nennt auf seiner Preisseite kostenlose Migrationen; fragen Sie bei den übrigen Anbietern nach Importhilfe.
Fazit
Es gibt keinen Dienst, der für jede Aufgabe die beste Wahl ist. Für einen Newsletter empfehlen wir Kit, solange Sequenzen nicht nötig sind, und beehiiv, wenn Reichweite das Ziel ist. Für Kampagnen mit kleinem Budget ist MailerLite die preiswerteste der hier verglichenen Plattformen.
Für große Mengen über die API wählen Sie Amazon SES, wenn Sie bauen können, und SendGrid, wenn Sie eine fertige Oberfläche brauchen. Eine falsche Wahl lässt sich korrigieren: Kontakte sind exportierbar, und ein Wechsel kostet vor allem die Zeit für Domain-Authentifizierung und den vorsichtigen Neustart des Versands.
FAQ
Was ist ein E-Mail-Broadcast-Dienst?
Ein solcher Dienst sendet eine Nachricht auf einmal an eine ganze Liste oder ein Segment, etwa einen Newsletter, eine Ankündigung oder ein Angebot. Er verwaltet die Abonnenten, die Abmeldungen und die Auswertung des Versands.
Worin unterscheiden sich Broadcasts und Drip-Kampagnen?
Ein Broadcast geht einmalig an alle Empfänger, eine Drip-Kampagne ist eine Folge von Nachrichten, die eine Aktion oder ein Zeitabstand auslöst. Bei Kit zum Beispiel sind Broadcasts im Gratistarif enthalten, Sequenzen erst ab dem Creator-Tarif.
Welcher Dienst hat die beste Zustellbarkeit?
Die Zustellbarkeit hängt stärker von Ihrer Liste und Ihren Versandgewohnheiten ab als vom Anbieter: gepflegte Adressen, eingerichtete SPF-, DKIM- und DMARC-Einträge und eine leicht auffindbare Abmeldung. Die hier verglichenen Dienste bieten dafür Werkzeuge; ein Anbieterwechsel behebt eine schlechte Liste nicht.
Kann ich den Umsatz aus Broadcasts nachverfolgen?
Ja, in der Regel über UTM-Parameter in den Links und Conversion-Ziele in Ihrem Analysewerkzeug. So bleibt der Umsatz einer Kampagne zuordenbar, auch wenn der Versanddienst keine Zahlungsanbindung hat.
Welcher Dienst ist der günstigste?
Beim reinen Versand ist Amazon SES mit 0,16 $ pro 1.000 E-Mails am günstigsten, verlangt aber technische Einrichtung (neue AWS-Kunden erhalten einen Gratisplan für 6 Monate mit bis zu 200 $ Guthaben, siehe Preisseite von Amazon SES). Als Plattform mit Oberfläche ist Kit bis 10.000 Abonnenten gratis, MailerLite bietet einen Gratistarif mit 250 Abonnenten und 2.500 E-Mails im Monat und bezahlt ab 12 $ (Comfort); Moosend beginnt bei 7 $ im Monat mit jährlicher Abrechnung.